Modernisiertes Altbau-Bad mit Walk-in-Dusche und Waschtisch in Frankfurt
Eine klare Planung von Grundriss, Ausstattung und Gewerken macht die Kosten einer Badsanierung belastbar.

Badsanierung: Kosten nach Badgröße

Für eine vollständige Badsanierung in Frankfurt liegen die Kosten 2026 meist zwischen 14.000 und 45.000 Euro. Die folgenden Werte sind Brutto-Orientierungen für Rückbau, Entsorgung, Rohinstallation, Elektrik, Abdichtung, Fliesen, Sanitärobjekte und Endmontage durch Fachbetriebe.

BadgrößeSolide AusstattungGehobene Ausstattung
4 m²14.000–19.000 €19.000–24.000 €
6 m²18.000–23.000 €23.000–28.000 €
8 m²22.000–28.000 €28.000–35.000 €
10–12 m²28.000–36.000 €36.000–45.000 €

Die Spannen sind keine Pauschalangebote. Grundrissänderungen, schadhafte Leitungen, Schadstoffe oder besondere Materialien können die Kosten erhöhen. Einen verbindlichen Preis erhalten Sie erst nach Aufmaß und Substanzprüfung vor Ort.

Was kostet eine Badsanierung pro Quadratmeter?

Als erste Orientierung können Sie in Frankfurt mit 2.500 bis 4.500 Euro pro Quadratmeter rechnen. Bei einem kleinen Bad ist der Quadratmeterpreis oft höher als bei einem großen: WC, Waschtisch, Dusche, Elektrik und die wichtigsten Leitungsanschlüsse werden unabhängig von der Raumgröße benötigt.

Deshalb ist eine Rechnung nach Badgröße und Leistungsumfang aussagekräftiger als ein einzelner Quadratmeterwert. Ein reiner Austausch von Keramik und Armaturen liegt deutlich unter einer Komplettsanierung, bei der Fliesen, Abdichtung und Leitungen vollständig erneuert werden.

Beispielrechnung für ein 8-m²-Bad

Bei einem typischen 8-m²-Bad mit bodengleicher Dusche und solider Markenausstattung kann sich ein Gesamtbudget von rund 28.000 Euro so verteilen:

  • Demontage und Entsorgung: etwa 2.000 Euro
  • Sanitär-Rohinstallation: etwa 5.500 Euro für Leitungen, Anschlüsse und Druckprüfung
  • Elektrik nach VDE: etwa 2.000 Euro
  • Untergrund und Abdichtung: etwa 3.500 Euro
  • Fliesen und Verlegung: etwa 5.000 Euro
  • Sanitärobjekte und Armaturen: etwa 5.000 Euro
  • Glas, Möbel und Spiegel: etwa 3.000 Euro
  • Bauleitung und Endreinigung: etwa 2.000 Euro

Typische Aufpreise und Sonderwünsche

  • Naturstein statt Keramik: Aufpreis im mittleren vierstelligen bis niedrigen fünfstelligen Bereich. Schiefer, Marmor oder Travertin kosten mehr in Material und Verlegung und benötigen eine Imprägnierung.
  • Bodengleiche Walk-In-Dusche mit Glas: Aufpreis im niedrigen bis mittleren vierstelligen Bereich. Für Linienentwässerung, tieferen Estrich und Glasabtrennung sind mehrere Gewerke nötig.
  • Fußbodenheizung: ein niedriger vierstelliger Betrag für ein 8-m²-Bad inklusive Verteiler und Thermostat.
  • Smart-Mirror oder beleuchteter Spiegelschrank:je nach Modell ein hoher dreistelliger bis niedriger vierstelliger Betrag.
  • Designerarmaturen: je nach Modell ein niedriger bis mittlerer vierstelliger Aufpreis gegenüber der soliden Standardlinie.

Kostentreiber im Frankfurter Altbau

In Gründerzeit- und Nachkriegswohnungen entscheidet häufig die Substanz hinter den Fliesen über das Budget. Alte Guss- oder Stahlleitungen, unebene Wände, fehlende Abdichtung und eine veraltete Elektroinstallation werden erst nach dem Rückbau vollständig sichtbar.

  • Alte Stränge: Müssen Zu- oder Abwasserleitungen bis zum gemeinsamen Fallstrang erneuert werden, steigen Aufwand und Abstimmungsbedarf mit der Eigentümergemeinschaft.
  • Schadstoffverdacht: Bei schwarzem Bodenkleber, alten Spachtelmassen oder Faserzement ist vor dem Rückbau eine Laboranalyse sinnvoll. Mehr dazu erfahren Sie im Ratgeber zu Asbest im Altbau.
  • Grundrissänderung: Werden Dusche, WC oder Waschtisch versetzt, müssen Gefälle und Leitungswege neu geplant werden. Das ist besonders bei dünnen Altbaudecken relevant.

Förderung für ein barrierefreies Bad

Ein barrierefreies Bad ist nicht nur eine Frage des Alters, sondern eine Investition in Komfort und Werterhalt. Bodengleiche Duschen, unterfahrbare Waschtische, schwellenfreie Übergänge und Haltegriffe können förderfähig sein.

Das KfW-Programm 455-B bezuschusst barrierereduzierende Einzelmaßnahmen mit 10 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 2.500 Euro pro Wohneinheit. Für den Standard „Altersgerechtes Haus“ sind bis zu 6.250 Euro möglich. Der Antrag muss vor dem Abschluss von Liefer- oder Leistungsverträgen gestellt werden; außerdem gilt die Förderung nur, solange Bundesmittel verfügbar sind. Die aktuellen Bedingungen finden Sie direkt bei der KfW.

Bei Pflegegrad 1 bis 5 kann die Pflegekasse zusätzlich bis zu 4.180 Euro für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen übernehmen. Der pflegegerechte Badumbau gehört ausdrücklich dazu. Auch dieser Zuschuss sollte vor Beginn mit der Pflegekasse geklärt werden. Das Bundesgesundheitsministerium erläutert Voraussetzungen und Höchstbeträge. Eine Übersicht über weitere Programme bietet unser Förderratgeber 2026.

Vier bis acht Wochen Bauzeit

Ein Standard-Bad ohne Substanzthemen läuft in vier bis sechs Wochen reiner Bauzeit. Bei Wandversatz, neuer Vorwandinstallation oder besonderen Fliesenformaten rechnen wir mit sechs bis acht Wochen.

Den Zeitplan mit konkreten Meilensteinen für Demontage, Rohinstallation, Estrichtrocknung, Fliesenarbeit und Endmontage erhalten Sie mit dem Festpreisangebot. Jeder Handwerker bekommt ein klares Zeitfenster und übernimmt den sauberen Vorzustand vom vorangegangenen Gewerk.

Wo sich sparen lohnt

  • Anordnung beibehalten. Bleiben Dusche, WC und Waschtisch an ihrem Platz, entfallen lange neue Leitungswege.
  • Vorwand weiterverwenden. Ist die Installation technisch intakt, kann ihr Erhalt einen niedrigen bis mittleren vierstelligen Betrag sparen.
  • Standardformate wählen. Fliesen in 60 × 60 cm sind günstiger zu verlegen als besonders große Platten oder aufwendige Mosaikflächen.
  • Markenkeramik aus einer Standardlinie. Sie ist langlebig, Ersatzteile bleiben verfügbar und der Aufpreis einer Designserie entfällt.
  • Leistungen vollständig vergleichen. Ein günstiges Angebot hilft wenig, wenn Entsorgung, Abdichtung, Elektroarbeiten oder Endreinigung später hinzukommen.

Wie Planung, Materialauswahl und Übergabe ineinandergreifen, zeigt unser Ablauf einer Sanierung. Den kompletten Leistungsumfang einer Atlas-Badsanierung mit Festpreis und Bauleitung finden Sie auf der Service-Seite Badsanierung.

Service-ÜbersichtZur Leistung: Badsanierung

Häufige Fragen
zum Thema.

Wie viel kostet ein neues Bad in Frankfurt 2026?

Für eine vollständige Badsanierung sollten Sie in Frankfurt 2026 etwa 14.000 bis 45.000 Euro einplanen. Ein 6-m²-Bad liegt meist zwischen 18.000 und 28.000 Euro, ein 8-m²-Bad zwischen 22.000 und 35.000 Euro. Enthalten sind Rückbau, Leitungen, Elektrik, Abdichtung, Fliesen, Sanitärobjekte und Montage.

Was kostet eine Badsanierung pro Quadratmeter?

Als erste Orientierung gelten in Frankfurt etwa 2.500 bis 4.500 Euro pro Quadratmeter Badfläche. Bei kleinen Bädern kann der Quadratmeterpreis höher sein, weil WC, Waschtisch, Dusche, Leitungen und Elektrik unabhängig von der Raumgröße benötigt werden.

Welche Marken verarbeitet Atlas standardmäßig?

Villeroy & Boch, Duravit, Geberit, Hansgrohe und Grohe gehören zum Standard. Auf Wunsch arbeiten wir auch mit Designermarken wie Axor, Dornbracht oder Vola. Die Auswahl geschieht bei der Material-Abstimmung vor dem Festpreis-Angebot.

Was kostet eine bodengleiche Walk-In-Dusche extra?

Gegenüber einer klassischen Standard-Dusche kostet die bodengleiche Variante meist einen niedrigen bis mittleren vierstelligen Betrag mehr. Die Differenz entsteht durch tiefer gesetzten Estrich, neue Abdichtung nach DIN 18534, Linienentwässerung und meist eine Glasabtrennung statt Vorhang.

Kann ich während der Badsanierung in der Wohnung bleiben?

Ja, wenn ein zweites Bad oder Gäste-WC vorhanden ist. Wir setzen Staubschutzwände, folieren den Flur und reinigen täglich die Baustelle. Bei nur einem Bad in der Wohnung empfehlen wir eine Ausweichlösung für die Bauzeit.

Welche Förderung gibt es für eine Badsanierung?

Für barrierereduzierende Einzelmaßnahmen gewährt die KfW im Programm 455-B 10 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 2.500 Euro pro Wohneinheit. Bei Pflegegrad 1 bis 5 kann die Pflegekasse zusätzlich bis zu 4.180 Euro für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen zahlen. Der Antrag muss jeweils vor Beginn beziehungsweise Beauftragung gestellt werden.