Realistische Spanne pro Quadratmeter
Eine Komplettsanierung in Frankfurt kostet 2026 typischerweise einen niedrigen bis mittleren vierstelligen Betrag pro Quadratmeter Wohnfläche. Diese Spanne wirkt breit, deckt aber die ganze Bandbreite ab, von der durchsanierten 80er-Jahre-Wohnung mit intakter Substanz bis zur Gründerzeit-Wohnung mit neuen Strängen, Stuckerhalt und energetischer Innendämmung.
Wichtig: Diese Zahlen umfassen alle Handwerkerleistungen, Material, Bauleitung und Container-Logistik. Möbel, Einbauküche und Beleuchtungs-Designs sind separat zu kalkulieren.
Die fünf großen Kostentreiber
- Strang-Erneuerung. Neue Wasser-, Abwasser- und Heizungsleitungen sind nach 30 bis 40 Jahren oft Pflicht. Schlitze, Material, Druckprüfung und Bauleiter-Koordination machen erfahrungsgemäß rund ein Fünftel der Bausumme aus.
- Bad und Küche. Sanitärkeramik, Armaturen, Fliesen, Vorwand-Installation und Möbel sind die teuersten Quadratmeter im Haus. Ein neues Bad liegt im mittleren fünfstelligen Bereich, eine offene Küche mit Wand-Durchbruch etwas darunter.
- Elektrik nach VDE 0100. Eine komplette Erneuerung kostet einen niedrigen dreistelligen Betrag pro Quadratmeter. Smart-Home, KNX oder PV-Vorbereitung kommen mit einem spürbaren Aufpreis dazu.
- Bodenbeläge. Hochwertiges Vinyl ist am günstigsten, Eichenparkett liegt spürbar darüber, Naturstein kostet grob das Doppelte bis Dreifache von Parkett, jeweils pro Quadratmeter fertig verlegt. Estrich und Trittschalldämmung kommen oben drauf.
- Substanz-Themen. Asbest, KMF, Schimmel oder Feuchtigkeit sind die häufigsten Überraschungen im Altbau. Laboranalyse plus Entsorgung nach TRGS 519 kostet je nach Menge einen mittleren vierstelligen bis niedrigen fünfstelligen Betrag.
Rechenbeispiele 80, 120, 160 m²
Die folgenden Zahlen sind Erfahrungswerte aus Atlas-Projekten der vergangenen 24 Monate. Sie ersetzen kein Aufmaß-basiertes Festpreis-Angebot, geben aber eine ehrliche Richtgröße.
- 80 m² Standard-Bestand (90er-Jahre): im niedrigen bis mittleren sechsstelligen Bereich. Bad neu, Bodenbeläge neu, Elektrik aufgefrischt, Wände gespachtelt und gestrichen.
- 120 m² Gründerzeit mit Strangerhalt: im mittleren sechsstelligen Bereich. Bad neu, Küche offen, Holzdielen aufgearbeitet, Stuckdecken restauriert, neue Elektrik.
- 160 m² mit Komplett-Strang und energetisch:im gehobenen sechsstelligen Bereich. Neue Stränge, neue Wärmepumpe, Innendämmung, neues Bad und Gäste-WC, neue Küche, komplette Elektrik.
Warum eine Substanz-Reserve gehört
Wer einen Festpreis ohne Reserve unterschreibt, kauft entweder ein Risiko oder eine versteckte Mischkalkulation. Im Altbau sind Überraschungen die Regel: schlechte Verzahnung im Mauerwerk, alte Bleileitungen, Feuchtigkeitsschäden hinter Wandverkleidungen, versteckte Schornsteinzüge. Eine offene Reserve von 10 bis 15 Prozent der Bausumme deckt diese Themen ab und wird nur verbraucht, wenn sie wirklich auftreten.
Wie ein Festpreis-Angebot zustande kommt
Bei Atlas Projects laufen Festpreis-Angebote in drei Schritten: Vor-Ort-Aufmaß mit Substanz-Check, detailliertes Leistungsverzeichnis pro Handwerker, dann das gebündelte Angebot mit offen ausgewiesener Reserve. Das dauert sieben bis vierzehn Tage und ist kostenfrei.
Im Angebot finden Sie: Quadratmeter-Spezifikation, Material-Liste mit Marken, Bauzeitplan mit Meilensteinen, Zahlungsplan in fünf Tranchen und die Substanz-Reserve. Was nicht im Angebot steht, wird auch nicht abgerechnet.
Sparhebel ohne Qualitätsverlust
- Strangerhalt prüfen. Wenn die Stränge intakt sind, sparen Sie rund ein Fünftel der Bausumme. Eine Endoskop-Prüfung kostet vergleichsweise wenig und klärt die Frage in zwei Stunden.
- Standard-Sanitärobjekte statt Designerlinie.Villeroy & Boch Subway oder Duravit D-Code liefern 90 Prozent der Designerqualität zum halben Preis.
- Großformat-Fliesen 60×120 cm. Wirken hochwertig, brauchen weniger Fugen, lassen den Raum größer wirken und sind preislich auf Augenhöhe mit klassischem Format.
- Energetische Sanierung bündeln. Wärmepumpe, Fenster und Dämmung gleichzeitig erlauben höhere BAFA-Zuschüsse als Einzelmaßnahmen.
Mehr zur Frage „was ist eigentlich drin in einer Komplettsanierung" und zum konkreten Ablauf finden Sie auf unserer Service-Seite zur Komplettsanierung.
Häufige Fragen
zum Thema.
Was kostet eine Komplettsanierung pro Quadratmeter in Frankfurt?
Eine seriöse Komplettsanierung in Frankfurt liegt 2026 typischerweise im niedrigen bis mittleren vierstelligen Bereich pro Quadratmeter Wohnfläche. Der Wert hängt vom Bestand, vom Schnitt und vom Material ab. Reine Modernisierungen ohne Strang-Erneuerung sind günstiger, energetische Vollsanierungen mit neuer Heizung teurer.
Warum ist eine Frankfurter Sanierung teurer als auf dem Land?
Drei Gründe: Handwerker-Stundensätze im Rhein-Main-Gebiet liegen 15 bis 25 Prozent über dem Bundesschnitt, Anfahrt und Logistik in der Innenstadt verteuern Materialtransport, und Container-Stellgenehmigungen sind in Frankfurt aufwendiger als in kleineren Städten.
Wie hoch sollte ich die Substanz-Reserve ansetzen?
Bei Wohnungen ab Baujahr 1990 reichen 5 bis 8 Prozent. Bei Gründerzeit- oder Nachkriegsbauten sollten Sie 10 bis 15 Prozent zurücklegen. Wir weisen die Reserve im Festpreis-Angebot offen aus und verbrauchen sie nur, wenn echte Substanzthemen auftauchen.
Wann lohnt sich eine Komplettsanierung gegenüber einer Teilsanierung?
Sobald drei oder mehr Hauptgewerke (Sanitär, Elektrik, Heizung, Bodenbeläge, Fenster) ohnehin neu gemacht werden müssen, ist die Komplettsanierung pro Quadratmeter günstiger als die Summe der Einzelmaßnahmen. Bauleitung und Schutzkonzept lassen sich nur einmal aufsetzen.
Wie lange dauert eine Komplettsanierung von 100 m²?
Bei normaler Substanz und ohne Genehmigungsthemen rechnen wir mit 10 bis 14 Wochen reiner Bauzeit. Bei Strang-Erneuerung im Mehrfamilienhaus, denkmalrelevanten Vorgaben oder umfangreichen Statik-Eingriffen sollten Sie 16 bis 20 Wochen einplanen.